Zur Betreuung besonderer Kinder und Jugendlicher sowie deren Angehöriger im Wald- und dem angrenzenden Weinviertel hat die VKKJ 2009 das Ambulatorium Eggenburg eröffnet. Seither erhalten dort betroffene Familien medizinisch-therapeutische Hilfe auf e-card. Ende November feierte unsere Einrichtung ihr 10-jähriges Jubiläum.

Festakt zu 10 Jahre Ambulatorium Eggenburg der VKKJ mit den Festrednerinnen und Festrednern: v.l. Stefan Stadler, VKKJ-Obmann, Georg Gilli, Bürgermeister von Eggenburg, Mag. Andreas Steuer, Geschäftsführer der VKKJ, Dr.in Gabriella Martucci-Ivessa, ärztliche Leiterin Ambulatorium Eggenburg, Lukas Brandweiner, Abgeordneter zum Nationalrat

„Es ist unsere Aufgabe, gerade Kinder, die einen schweren Start ins Leben haben, nicht zu vergessen und ihnen zu helfen. Die VKKJ leistet mit dem Ambulatorium Eggenburg hier einen großen Beitrag dazu. Mir als Nationalratsabgeordneten für das Waldviertel ist es sehr wichtig, dass solch wertvolle Organisationen in unserer Region vorhanden sind und wachsen“, sagte Nationalratsabgeordneter Lukas Brandweiner in seiner Festrede.

NR Brandweiner überbrachte auch die Glückwünsche der niederösterreichischen Landeshauptfrau Mag.a Johanna Mikl-Leitner. Sie hatte vor zehn Jahren, damals in ihrer Funktion als Familienlandesrätin, das Ambulatorium Eggenburg eröffnet.

Nationalratsabgeordneter Lukas Brandweiner

Gegründet zur Entlastung des Ambulatoriums Mistelbach der VKKJ versorgte das Ambulatorium Eggenburg bereits im ersten Jahr seines Bestehens über 400 junge Menschen im Alter von 0 bis 18 Jahre. 2018 betrug die Zahl der betreuten Patientinnen und Patienten rund 670. Diese Steigerung zeigt eindrucksvoll den Bedarf an dem spezifischen medizinisch-therapeutischen Angebot der VKKJ in dieser Region.

Beachtliche Entwicklung

2016 bekam das Ambulatorium räumlichen Zuwachs. Durch die Adaptierung des angrenzenden ehemaligen Schwesternheimes konnten 250 m² für vier zusätzliche Therapieräume gewonnen werden. In einem davon wurde ein großer Gruppen- und Bewegungsraum eingerichtet. Auch ein kleiner Therapiegarten kam dazu.

Wertvoller Arbeitgeber

„Es ist bewundernswert und beachtlich, wie sich das Ambulatorium Eggenburg entwickelt hat“, hob der Eggenburger Bürgermeister Georg Gilli hervor. Er lobte auch die Arbeit der VKKJ. „Diese Vereinigung leistet viel, ohne großes Aufheben zu machen, und ist auch ein sehr wertvoller Arbeitgeber in der Region“, so der Eggenburger Bürgermeister.

Bürgermeister Georg Gilli

Versorgt werden die Kinder und Jugendlichen von einem 32-köpfigen Team aus verschiedenen medizinisch-therapeutischen Berufsgruppen unter der Leitung von Primaria Dr.in Gabriella Martucci-Ivessa. Die Betreuung erfolgt in Einzeltherapien. Diese werden durch Gruppentherapien ergänzt, wobei die Förderung sozialer Kompetenzen im Mittelpunkt steht.

Jährliche Sommerprojekte

Zu den besonderen Angeboten des Ambulatoriums gehören die jährlichen Sommerprojekte, die den Kindern und Jugendlichen abwechslungsreiche und motivierende Erfahrungen bieten. So wurde heuer beispielsweise das Projekt „Improvisationstheater“ ins Leben gerufen. Betreut von Therapeutinnen konnten die jungen Menschen auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ ihrer Phantasie und Spielfreude Ausdruck verleihen und ihre eigenen Grenzen kennenlernen.

Gut vernetzt in der Region

Einen weiteren Schwerpunkt des Ambulatoriums Eggenburg bildet die enge Vernetzung mit Kindergärten, Schulen, niedergelassenen ÄrztInnen und TherapeutInnen in der Region. Dies hob auch Dr.in Gabriella Martucci-Ivessa in ihrer Ansprache hervor.

Doktorin Gabriella Martucci-Ivessa

Erfolgsgeschichte

Die anhaltende Nachfrage zeigt, dass wir mit dem Ambulatorium Eggenburg einen großen Bedarf in der Region zur Betreuung besonderer Kinder und Jugendlicher sowie deren Familien abdecken können. Dass wir heute das 10-Jahres-Jubiläum dieser Einrichtung feiern können, ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Erfolgsgeschichte der VKKJ“, so Mag. Andreas Steuer, Geschäftsführer VKKJ.

Geschäftsführer Mag. Andreas Steuer

VKKJ-Obmann Stefan Stadler hob in seiner Festansprache die Rolle der MitarbeiterInnen hervor: „Die Erfolgsgeschichte unserer Vereinigung hat viele Väter und Mütter, vor allem aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die diese großartige Versorgung nicht möglich wäre.“

Obmann Stefan Stadler

Nach dem Festakt nutzten zahlreiche Festgäste die Gelegenheit, die Räumlichkeiten bei einem Rundgang durch das Ambulatorium zu besichtigen und sich über die Therapieangebote zu informieren.

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Fotocredit: VKKJ