Nach dem 50-jährigen Jubiläum ihrer Vereinsgründung freut sich die VKKJ über einen weiteren runden Geburtstag: das 30-jährige Bestehen des Ambulatorium Amstetten. Dieses bildet seit der Eröffnung 1995 einen zentralen Bestandteil der medizinisch-therapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Mostviertel und steht für gelebte regionale Verbundenheit.

Team des Ambulatoriums Amstetten der VKKJ. Foto: VKKJ

Von der Elterninitiative zur regionalen Einrichtung

Anfang der 1990er-Jahre gründeten Eltern betroffener Kinder den Verein „Sorgenkind“, um die medizinische und therapeutische Betreuung im Bezirk Amstetten zu verbessern. Bis dahin mussten viele Familien für spezialisierte Therapien weite Wege auf sich nehmen. Mit Unterstützung der Bezirke Amstetten, Waidhofen/Ybbs und Scheibbs sowie der VKKJ entstand schließlich eine Einrichtung für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, körperlichen oder Mehrfachbehinderungen.

Am 1. Dezember 1995 war es soweit: Das Ambulatorium Amstetten konnte in einer umgebauten ehemaligen Molkerei eröffnet werden. Was mit neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begann, ist heute zentraler Bestandteil der regionalen Versorgung im Mostviertel. Rund 1.000 Patientinnen und Patienten werden aktuell jährlich von einem interdisziplinären Team aus 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus FachärztInnen für Kinder- und Jugendheilkunde sowie Therapeutinnen und Therapeuten verschiedenster Fachrichtungen betreut.

Ergotherapeutisches Klettern, Rolligruppe und Eltern-Kind-Angebote

Auf insgesamt 900 Quadratmetern in drei Gebäuden bietet das Ambulatorium Amstetten Raum für Diagnostik, Therapie und Gruppenarbeit. Neben der individuellen medizinischen und therapeutischen Betreuung zeichnet sich die Einrichtung durch ein breites, multidisziplinäres Angebot aus. Dazu gehören ergotherapeutisches Klettern, Hippotherapie, eine Rolligruppe, Konzentrations- und Sozialtrainings, Musiktherapie, Waldgruppen sowie Eltern-Kind-Angebote. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Elternarbeit, die als wesentlicher Bestandteil des therapeutischen Erfolgs gilt.

Ärztliche Leiterin: Primaria Dr.in Susanne Katzensteiner. Foto: VKKJ

„Ein familienzentriertes, multidisziplinäres Herangehen ist mir besonders wichtig“, erklärt Prim.a Dr.in Susanne Katzensteiner, ärztliche Leiterin des Ambulatoriums. „Therapie wirkt nur dann nachhaltig, wenn sie gemeinsam mit den Eltern getragen wird. Diese enge Zusammenarbeit ist für uns der Schlüssel, um Entwicklung und Selbstständigkeit bestmöglich zu fördern.“

Neuer, barrierefreier Outdoorspielplatz

Foto: VKKJ

Anlässlich des Jubiläums wurde auch der neu gestaltete, barrierefreie Outdoorspielplatz eröffnet. Dieser wurde von zwei Therapeutinnen des Ambulatoriums ergänzend zu den Indoor-Therapien geplant. Er bietet Kindern neue Möglichkeiten, sich im Freien zu bewegen, ihre Koordination zu schulen und spielerisch zu lernen. Auch Geschwisterkinder können ihn während der Therapiezeiten unter Aufsicht der Eltern nutzen.

Das VKKJ-Ambulatorium Amstetten versteht sich als gut erreichbare, regionale Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche. Alle medizinisch-therapeutischen Leistungen können auf E-Cardin Anspruch genommen werden. Mit seinem fachübergreifenden Ansatz und der engen Zusammenarbeit mit den Eltern hat sich das Ambulatorium Amstetten in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einer festen Größe in der Versorgung im Mostviertel entwickelt.

„Das Jubiläum in Amstetten steht für das, was die VKKJ seit fünf Jahrzehnten ausmacht – regionale Verantwortung, gelebte Zusammenarbeit und das gemeinsame Ziel, Kindern und Familien bestmöglich zu helfen“, so Mag. Andreas Steuer, Geschäftsführer der VKKJ.